Costa Rica,  Santa Ana

Regenwald, Vulkane und erste Unterrichtsversuche

Am 1. Februar 2026 kam ich hier in Costa Rica, Santa Ana, an. Da zu diesem Zeitpunkt noch Sommerferien waren (was ich leider nicht wusste) konnte ich mein Praktikum erst am 10. Februar beginnen. Die Schule befindet sich in einem früheren Kindergarten und es ist dort alles sehr klein und familiär. Die erste Schulwoche bestand hauptsächlich aus Kooperationsspielen, um die Gemeinschaft zwischen den verschiedenen Jahrgangsstufen zu fördern. In der zweiten Woche erhielt ich meinen Stundenplan und war ab diesem Zeitpunkt Lehrerin für Sozialkunde und Mathe (Vorschule bis 6. Klasse). Da ich mich eigentlich darauf eingestellt hatte, Deutschunterricht zu geben, war das erstmal herausfordernd, doch inzwischen komme ich mit diesen Fächern ganz gut zurecht. Die ersten Unterrichtsstunden liefen zwar etwas holprig, aber ich bin optimistisch, dass ich (und die Schülerinnen und Schüler hoffentlich auch) hier viel lernen werde.

Santa Ana ist ein schöner Vorort der Hauptstadt San José. Nach San José fährt man von dort aus mit dem Bus ca. 35 Minuten, wobei man im Dunkeln lieber einen Uber rufen sollte. In San José gibt es ein spannendes Nationalmuseum, eine belebte Fußgängerzone und ein tolles Nationaltheater. Zu Essen gibt es bei den meisten Costa Ricanern jeden Tag Reis mit Bohnen und in meiner Gastfamilie auch leckere, selbst gemachte Tortillas. Besonders spannend an Costa Rica finde ich, dass es dort seit 1948 keine Armee mehr gibt.

An den Wochenenden durfte ich bisher zwei tolle Touren erleben. Ein Tagesausflug ging in die Nähe des Parque Nacional Juan Castro Blanco und war ein unvergessliches Dschungelerlebnis. Eine andere Tour ging zum Vulkan Poás und zu einer Kaffeefarm. Beides war total spannend und ich hoffe, dass ich noch viele weitere Orte in diesem wunderschönen Land entdecken werde.