Allgemein,  Indonesien

3 Highlights aus der in Yogyakarta viel zu schnell vergehenden Zeit

Als ich Mitte Februar hier in Yogyakarta und der Schule ankam, dachte ich noch „Wow, ich bin jetzt ganze drei Monate hier! Das ist so viel Zeit!“. Aber was soll ich sagen, dieser Gedanke hielt sich nur für die ersten zwei Wochen. Seitdem rennt die Zeit nur so davon, wobei ich in dieser jedoch auch die allerschönsten Momente und Erinnerungen erleben und sammeln durfte.

Im folgenden Beitrag möchte ich drei persönliche Highlights meiner bisherigen Zeit hier nennen, sowohl im Rahmen der Schule, als auch außerhalb der Schule – sowohl bezüglich genereller Einstellungen, als auch bezüglich einzelner Momente.

1. Die Herzlichkeit der Indonesier

Von der ersten Minute hier wurde ich so unglaublich herzlich und großzügig aufgenommen. Sowohl von der Homestay-Familie, als auch von allen in der Schule (Lehrer, Schüler, Priester, …). Auch außerhalb dieser Bereiche, also irgendwo auf der Straße, im Taxi oder Restaurant versuchen sehr viele, Gespräche mit einem zu führen und sich auszutauschen (mal mit mehr, mal mit weniger Englisch, Indonesisch und Körpersprache). Daher fühlte ich mich hier seit Beginn willkommen. Teilweise fällt es mir sogar fast schwer, alle Freundlichkeit und netten Gesten anzunehmen.

2. Besuch der Familie eines Priesters der Schule zu Idul Fitri

Während unserer Zeit hier fand Idul Fitri statt, einer der größten Feiertage hier in Indonesien. Wir hatten großes Interesse daran, diesen mitzuerleben und hatten dann tatsächlich das Glück, dass uns ein Priester der Schule einlud, den Tag/die Tage mit ihm und seiner Familie in seinem Heimatdorf zu verbringen. Wir sagten glücklich zu und erlebten dort wirklich wundervolle Tage! Wir wurden auch hier so herzlich von allen aufgenommen, dass wir uns fühlten, als wären wir innerhalb dieser drei Tage von der Familie adoptiert worden. Gemeinsam konnten wir so einige Feierlichkeiten des Festes miterleben, Spiele spielen, indonesische und deutsche Tänze tanzen, traditionelles indonesisches Essen essen, einen Tempel besichtigen, Nachbarn besuchen, einen gemeinsamem Gottesdienst im Haus miterleben und noch viel mehr.

3. Organisation und Durchführung eines kleinen Deutsch-Camps mit den Schülern der A2-Deutsch-AG

Wir hatten vor einigen Wochen die Idee, dass es sehr nett wäre, für die Schüler der A2-Deutsch-AG ein kleines Deutschcamp auf die Beine zu stellen und schönerweise hat es tatsächlich funktioniert, dieses zu organisieren und durchzuführen. Im Grunde wollten wir durch dieses Camp folgende Dinge erreichen:

  1. Die Schüler lernen spielerisch die deutsche Sprache.
  2. Die Schüler lernen Dinge aus der deutschen Kultur kennen (z.B. Essen oder Spiele).
  3. Wir und die Schüler lernen uns gegenseitig besser kennen.

Freitag nach der Schule fuhren wir also gemeinsam mit zwei Autos los (wir Praktikantinnen, die zwei Deutschlehrer der Schule und die Schüler) zu einem zweiten Campus der Schule, der etwa 40 Minuten stadtauswärts entfernt liegt. Dort angekommen spielten wir am Abend Spiele, sowohl zum Spaß, als auch zum Deutsch lernen und bereiteten gemeinsam Kartoffelsalat zu. Den Samstag begannen wir mit gemeinsamem Sport und Pfannkuchen machen und spielten das Herzstück des Wochenendes – ein großes Geländespiel, mit Spaß- und Lernaufgaben zur Vorbereitung auf die A2 Prüfung der Schüler. Alles in allem war das Wochenende wirklich ein voller Erfolg. Wir konnten den Schülern etwas deutsches Essen und einige typische deutsch Spiele zeigen und wir konnten uns gegenseitig alle besser kennenlernen. Besonders einige Schüler konnte man richtig auftauen sehen.

Dies ist tatsächlich auch etwas, dass kommende Praktikant*innen wiederholen und weiterführen können! Eventuell sogar in größerem Rahmen, mit mehr Schülern und/oder für einen längeren Zeitraum.

Das Fazit meiner bisherigen Zeit hier: Ich genieße wirklich jede Minute und kann unglaublich viel über Land und Leute lernen.