Die Menschen, mit denen wir viel Zeit verbracht haben
In unserer Zeit hier in Yogyakarta konnten wir unglaublich viele tolle Leute kennenlernen. Sowohl im Kontext der Schule, als auch im Homestay und von außerhalb.
- Alle Lehrer der Schule waren unglaublich nett, einigen standen wir jedoch besonders nahe. Ob Gespräche im Lehrerzimmer (sowohl über die Schule, als auch über privates), gemeinsame Mittagessen, Cafébesuche oder ganz andere Unternehmungen – diese Momente waren sehr wertvoll.
- Auch die Schüler der Schule waren wirklich durch die Reihen hinweg unglaublich offen, freundlich und interessiert an Austausch. Auch hier standen wir einzelnen Schülern besonders nahe – besonders Schülern, die die Deutsch-AG besucht haben, da diese einen Rahmen bot, in dem ein deutlich intensiverer Austausch möglich war. Mit einigen Schülern verbrachten wir oft noch mehrere Stunden nach der AG und spielten oder redeten, sowohl spaßiges, als auch ersthaftere Zukunftsthemen (z.B. bezüglich Studium in Deutschland). Einige Schüler trafen wir auch regelmäßig außerhalb der Schule. Es wird eine wirklich sehr große und traurige Umstellung sein, die Schüler nun plötzlich nicht mehr begleiten zu können.
- Weitere tolle Kontakte entstanden im Rahmen des Homestays. Die Homestayfamilie ist sehr nett und wir konnten im Laufe der Zeit wirklich sehr viele spannende Gespräche führen und viel lernen. Sollte ich eines Tages zurück nach Yogyakarta kommen, würde ich auf jeden Fall sofort wieder in dieses Homestay gehen.
Die Schule
Ich habe auch die Schule an sich wirklich sehr ins Herz geschlossen.
- Ich bin großer Fan des Unterrichtens dort (auch wenn dieses tatsächlich recht ähnlich zum Unterrichten in Deutschland ist).
- Die Schule hat wirklich viele tolle Aktivitäten. Dies reicht von vielen verschiedenen AG’s, aus der die Schüler mindestens eine wählen müssen, einem gemeinsamen Fastenbrechen der Lehrer im Lehrerzimmer, einem Osterfest für alle Lehrer und deren Familien, einem Schüleraustauschtages mit einer Schule aus Jakarta, an dem großes Programm geplant wurde und noch vielem mehr.
- Die Schule hat viele Rituale, die ich aus Deutschland so nicht kenne, aber wirklich cool finde. 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn wird jeden Tag ein Begrüßungsmarsch gespielt, zu dessen Ende die Schüler im Klassenzimmer sein müssen. Daraufhin wird gemeinsam gebetet und die indonesische Nationalhymne gespielt/gesungen. Die letzten 10 Minuten eines jeden Schultages wird ruhige Musik gespielt, während die Schüler ihren Tag schriftlich reflektieren. Ein weiteres Ritual außerhalb des täglichen Ablaufs ist zum Beispiel auch, dass viele Lehrer und Schüler gemeinsam (wenn nötig mehrere Stunden) in organisierten Bussen zu Beerdigungen fahren, wenn z.B. ein Elternteil eines Lehrers gestorben ist.
- Die Atmosphäre in der Schule habe ich wirklich als durchgehend positiv wahrgenommen. Sowohl im Lehrerzimmer, als auch in den Gängen, im oder nach dem Unterricht. Dies führt dazu, dass man sich in der Schule wirklich sehr leicht wohlfühlen kann.
Alles in allem wird mir wirklich der komplette Schulalltag inklusive aller oben genannten und nicht genannten Aspekte fehlen.
Das ungezwungene, freie Leben
In den drei Monaten hier konnte ich wirklich ein sehr ungezwungenes und freies Leben führen. Natürlich hatte ich im Rahmen der Schule Verantwortungen, jedoch hielten diese sich wirklich in Grenzen, sodass ich so gut wie keine Zeit außerhalb der regulären Schulzeit für z.B. Vorbereitungen aufbringen musste. Da ich hier in der Stadt auch keine weiteren Verantwortungen oder Termine hatte, konnte ich wirklich jede freie Minute nach belieben nutzen. Dies führte dazu, dass ich wirklich in Ruhe hier ankommen konnte und die „deutsche Realität“ sehr vergessen konnte.


