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Akwaaba – Willkommen

In Sunyani, Ghana, liegt die deutsch-ghanaische Schule, in der es eine Krippe, einen Kindergarten sowie eine Schule von der 1. bis zur 7. Klasse gibt.

Jedes Jahr kommt eine neue Jahrgangsstufe hinzu, bis die Ersten die 9. Klasse erreichen. Die Klassengrößen variieren dabei zwischen 4 bis 13 Schülerinnen und Schüler (SuS). Seit November 2019 besteht die Schule, wobei sie während der Corona Pandemie für ein Jahr geschlossen war.

Seit Januar 2021 werden die Kinder in dem neuen Schulgebäude unterrichtet. Dieses ist aber bei Weitem noch nicht fertig gestellt, denn durch die zunehmenden Jahrgangsstufen, werden auch weitere Klassenzimmer benötigt, die noch ausgebaut werden müssen.

Die Idee einer Schule, in der Kinder ohne Gewalteinsatz gebildet werden sollen, stammt vonseiten der Gründer Pia und Emmanuel Yeboah, einem deutsch-ghanaischem Ehepaar. Des Weiteren ist es ihnen wichtig, den Kindern ein warmes Mittagessen bieten zu können, welches von Auntie Lizzi täglich über dem Feuer zubereitet wird.

Zudem lernen die SuS seit der 1. Klasse Deutsch und können durch das Goethe-Institut das A1-B1 Level in Deutsch erlangen, wodurch sie wiederum die Chance haben, nach Deutschland zu kommen und dort gegebenenfalls zu arbeiten und der Armut zu entfliehen.

Unterstützt werden die beiden durch ein Team aus überwiegend jungen Lehrern sowie jungen Lehramtsanwärtern, die Erfahrungen sammeln und teilen möchten. Denn der Schulalltag im Bezaleel Educational Complex ist ganz anders als in Deutschland:

·      Die Schulstunde entspricht z. B. einer Zeitstunde.

·      Die SuS nennen die Erwachsenen Auntie oder Uncle.

·      Außerdem verfügt die Schule bei Weitem nicht über einen Fundus an Materialien, wie man es in Deutschland gewohnt ist. Dennoch ist sie für ghanaische Verhältnisse sehr gut ausgestattet!

Dies sind nur wenige von vielen Bespielen, die hier sehr auffallend sind.

Pia und Emmanuel bewirken durch ihre Arbeit an den Kleinen Großes. Denn in Ghana ist es nach wie vor geläufig, Kinder in öffentlichen Schulen zu schlagen, sie knien zu lassen oder wüst anzuschreien. Doch hier können die Schüler, welche größtenteils aus schwierigen Bedingungen stammen, in kleinen Klassen, und nicht wie in staatlichen Schulen mit ca. 80 SuS pro Klasse, lernen.

Im Unterricht bekommen die Kinder und Lehrkräfte dabei häufig Besuch von den eigenen Hunden und Welpen. Auch die Hühner schauen regelmäßig auf Futtersuche vorbei.

Somit ist der Schulalltag nie langweilig und wird durch jährliche Wettbewerbe des Goethe-Instituts in Accra noch bereichernder. 2025 hat die Schule dabei den 1. und 2. Platz abgeräumt.