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Okondjatu, Namibia: Für jedes Problem eine Lösung

Wie es ist, wenn der Koffer verloren gegangen ist, man die ersten Tage in einem fremden Land krank ist und man trotzdem alles hinbekommt:

Kurz vor der Abreise (als der Koffer schon aufgegeben war) war ich ziemlich erleichtert, dass alles in Zürich so gut geklappt hat. Als wir dann am Hosea Kutako Airport spät Abends angekommen sind, war aber mein Koffer nicht auffindbar. Daraufhin habe ich beim „Lost and Found Schalter“ die Nummer meines Koffers mit dem Code darauf gezeigt, mit diesem kann man nachverfolgen, wo der Koffer genau ist. Die Frau dort meinte dann, dass mein Koffer hier nicht angekommen ist und er vermutlich morgen ankommen werde. Ich dachte mir erstmal: „Das kann doch wirklich nicht wahr sein, dass mein Koffer verloren gegangen ist.“

Die Frau hat mir dann noch eine Karte gegeben, auf der man einen QR Code scannen und dann sein verlorenes Gepäckstück beschreiben kann. Das konnte ich aber bis zum nächsten Tag nicht ausfüllen, da man angeben musste, ob man den Koffer selbst vom Flughafen abholt oder er geliefert werden soll. Wir mussten dazu aber erst die Antwort von Engelbert abwarten, wann er uns abholt bzw. ob der Koffer davor noch am Flughafen ankommt. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir mit Engelbert ausgemacht, dass unser Fahrer auch noch kurz am Airport hält, um meinen Koffer abzuholen (der nun zum Glück schon dort angekommen ist). In der Zwischenzeit hat mich der Flughafen auf WhatsApp angerufen und mir dann mitgeteilt, dass ich vorbeikommen kann. Als wir dort waren, musste ich nur die Koffernummer zeigen und auf einem Zettel unterschreiben und dann war der Koffer endlich wieder bei mir.

Als wir dann in Okondjatu angekommen waren, haben wir erstmal geschlafen, weil es schon ziemlich spät war. Am nächsten Morgen habe ich dann beim Frühstück schon gemerkt, dass ich mich schwach fühle und mir ziemlich übel ist. Die nächsten Tage waren dann nicht sehr angenehm, denn ich hatte durchgehend Bauchkrämpfe und Magen-Darm Beschwerden mit zusätzlichem Schüttelfrost und Schwindel. Ich war gar nicht begeistert und es war ein ungutes Gefühl, in einem anderen Land, so weit weg von Zuhause, sich so hilflos zu fühlen (auch wenn sich die Anderen toll um mich gekümmert haben 🫶🏼). Ein paar Tage später, haben wir beschlossen das Medical Center zu besuchen (ca. 300 m von Mavis‘ Haus), einfach um auf Nummer sicher zu gehen. Dort haben mich, neben meinen Mitpraktikantinnen, auch Mavis und ihre Tochter Mercy begleitet. Das Center ist erst neu eröffnet worden und deshalb auch sehr modern. Das Überraschende war, die Behandlung hat mich 4 NAD gekostet, was umgerechnet ca. 25 ct entspricht. Dafür wurde ich gewogen, Fieber gemessen und mir wurden ein paar Medikamente verschrieben. Diese werden von der Krankenschwester in Plastikbeutel umgefüllt und dann mitgegeben. Danach sind wir wieder zurück gegangen. Die nächsten Tage ging es dann langsam bergauf und es wurde besser! Ich hoffe die nächsten Wochen läuft alles glatt und wir haben tolle Erlebnisse.