Namibia

Ein Schultag an der Okondjatu Combined School

Um 6:30 Uhr sind wir von Mavis‘ Haus los zur Schule gegangen. Der Weg dorthin dauert ca. 10 min. In der Früh ist es noch sehr kalt und man braucht definitiv eine Jacke, manche Kinder haben einen weiteren Schulweg und haben sich deshalb sogar Decken umgegangen. Als wir angekommen sind, gab es erstmal eine Lehrerversammlung, um wichtige Dinge wie Konferenzen oder Organisatorisches zu besprechen. Bevor die Schulleitung den Raum betrat und mit der Besprechung losgelegt wurde, stimmte eine Lehrerin mehrere Lieder an, und das gesamte Kollegium sang mit. Es hat sich angehört, also wäre man in einem Chor, da teilweise zwischendurch auch Kanon gesungen wurde. Danach sind alle Lehrer raus auf den Schulhof, die Schulkinder haben dort in Reihen aufgestellt schon auf die Lehrer gewartet. Die Schulleitung hat dann kurz ein Begrüßungswort an die Schülerschaft gerichtet und den Kindern klargemacht, dass bald Noten gemacht werden und sie sich deshalb anstrengen müssen. Um 7:00 Uhr beginnt hier die Schule, weshalb wir danach Mavis in ihre Klasse gefolgt sind. Die Klassenzimmer sind nicht wie in Deutschland in einem zusammenhängendem Gebäude, sondern jedes Klassenzimmer ist ein eigenes kleines Gebäude. Mavis unterrichtet eine 1. Klasse. Die Kinder waren schon im Klassenzimmer und wir haben uns hinten dazugesetzt. An diesem Tag hatten wir so etwas ähnliches wie HSU bei uns und Mavis hat das Thema Pflanzen, Samen und Ernten eingeführt, welches einen größeren Themenbereich der nächsten Wochen darstellt. Dazu sollten die Schülerinnen und Schüler als Hausaufgabe für morgen auch verschiedene Samen mitbringen. Die Kinder hatten zum Beispiel auch das Fach Otjiherero, in dem sie in ihrer Sprache schreiben lernen. Mavis hat uns auch ein Heft gezeigt und wir fanden die Schrift für eine erste Klasse sehr ordentlich. Auch in Englisch lernt Mavis den Kindern stets neue Buchstaben und Wörter. Heute wurde das „Q“ eingeführt und die Kinder haben den Buchstaben und Wörter mit „q“ in ihrem Arbeitsheft geschrieben und anschließend die Bilder darin ausgemalen. Um ca. 12:40 Uhr war die Schule dann vorbei. Am Nachmittag steht der „Hope Spot“ auf dem Programm, allerdings wird gerade etwas betoniert und das Sonnensegel erneuert. Das wurde von den Spenden der „Kindergesichter Namibia“ ermöglicht und freut besonders Pastor Engelberd und Mavis und natürlich vor allem die Kinder.