Für den bereits seit Wochen geplanten „Tag des Wassers“ wollen die Lehrkräfte mit allen Jahrgansstufen an einen See fahren, um das Umweltbewusstsein der Kinder zu fördern. Leider muss die Exkursion kurzfristig abgesagt werden, weil es einfach nicht aufhören will zu regnen. Viele Schüler*innen sind traurig und auch den Lehrkräften steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Es muss ein Ersatzplan her und deshalb entscheidet die Rektorin kurzerhand den Projekttag in die Ruka, das traditionelle Haus der Mapuche, zu verlegen. Nach der Mittagspause bringen deswegen alle Lehrkräfte ihre Klassen in die nahegelegene Ruka, die sich schnell füllt, während der Hausmeister eilig zusätzliche Stühle und Tische für die knapp 90 Personen sucht. Endlich…
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🇮🇸 Faktencheck Norwegen
Hei hei! Derzeit befinde ich mich in Oslo und arbeite an der Ullern videregående skole. Die Ullern zählt zu den besten weiterführenden Schulen in ganz Norwegen! Norwegen liegt zwar in Europa, aber dennoch gibt es viele Unterschiede zu Deutschland. Ich hoffe du findest es genau so spannend wie ich! 😉 Kurzer Hinweis: Das sind meine subjektiven Eindrücke, die ich hier erlebt habe. Diese können durchaus von anderen Erfahrungen abweichen. 1 In Norwegen wird gedutzt! Auch an der Schule! In Norwegen gibt es eine relativ flache Hierarchie, deswegen begegnet sich jeder auf Augenhöhe. Auch in der Schule spricht sich fast jeder nur beim Vornamen an. 2 Du brauchst eine Kreditkarte!! Fast…
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Szia! – Das wichtigste ungarische Wort im Praktikum
Szia – bedeutet Hallo und auch Tschüss auf ungarisch – ist das einzige ungarische Wort, was ich im Praktikum in Ungarn verwendet habe, denn mit deutsch und englisch kommt man hier sehr weit. Ich glaube es kaum, dass mein Praktikum am Táncsics Mihály Gymnasium in Orosháza nächste Woche schon zu Ende ist. Die Schule ist mit ca. 700 SchülerInnen ziemlich groß, weshalb ich mich am Anfang erst einmal zurechtfinden musste. Die Ungarn sind aber super freundlich und hilfsbereit, sie erklärten und erzählten mir immer gerne Dinge über die Schule, die Umgebung und Ungarn und unterstützten mich während meiner Zeit bei ihnen. Besonders toll war es, als ich das Gymnasium und…
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Die letzten Wochen in Rwanda – Murabeho!
Schulsystem Ich melde mich nun noch einmal kurz, um von der zweiten Hälfte des Praktikums zu erzählen. Wie bislang teilte sich unsere Zeit zwischen Schule und Waisendorf auf. Besonders interessant fand ich dabei die Teilnahme an den praktischen Unterrichtsstunden (z.B. Kochen, Hausbau), da diese einen großen Unterschied zu meiner Schulerfahrung an einem deutschen Gymnasium darstellen. Dabei hinterfragte ich allerdings so manchmal die Effektivität dieser Praxisstunden, da die Aufgaben sehr monoton waren (z.B. einen ganzen Tag lang eine Mauer bauen) und von einer zu großen Anzahl an Schülerinnen und Schülern durchgeführt wurden, sodass die Hälfte nur zuschauen konnte. Der Theorieunterricht unterschied sich von Deutschland insofern, als dass die deutlich größeren Tische…
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Murakaza neza! – Willkommen in Ruanda!
Unser Tagesablauf Nach den ersten vier Wochen melde nun auch ich mich zu Wort und möchte ein bisschen etwas über das Projekt hier erzählen. Dabei werde ich darauf achten, vor allem auf diejenigen Bereiche einzugehen, die meine Mitpraktikantin Amelie in ihrem Blogeintrag noch nicht erwähnt hat. Wir wohnen in der Region Musha, eine gute Stunde von der modernen Hauptstadt Kigali entfernt. Das dörfliche Leben hier gefällt mir besonders gut und vermittelt mir ein Gefühl von Geborgenheit. Die Unterkunft ist gemütlich und das Essen sehr schmackhaft: zu den Hauptessensbestandteilen gehören Reis, Kartoffeln, Bohnen und Kochbananen. In letzter Zeit versuche ich mit der Sonne zu gehen und besonders früh aufzustehen. Die ersten…
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Das Leben und Lehren in Ruanda
Nach drei Wochen Aufenthalt in Musha möchte ich einen Einblick in das Leben und Lehren hier geben. Da momentan noch Sommerferien sind, sind nur wenige Schüler*innen an der ETSK in Musha. Die Schule ist spezialisiert auf Technik und IT, daher der Name Ecole Technique Saint Kizito Musha. Die Schule beherbergt 350 Schüler*innen, die Fächer belegen, die ihnen später zu einem guten Job helfen sollen. Somit darf ich sowohl bei Construction, zusehen, bei Computer Sience und bei Culinary arts. Das bedeutet, dass die Schüler*innen lernen Häuser zu bauen, Computer auf hohem Niveau zu bedienen und hochwertige Speisen zuzubereiten. Gegründet wurde die jetzige Schule 2008 von Pater Hermann, einem deutsch-italienischen Priester, der…
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Sawatdi kah!
Nachdem ich nun schon vier Wochen hier an der Princess Chulabhorn Science High School in Phitsanulok bin, habe ich eine gewisse Routine und regelmäßigen Ablauf. Morgens habe ich einen sehr kurzen Schulweg von ca. 5 Minuten zu Fuß. Wenn wir spät dran sind, fahren meine Mitbewohnerin und ich allerdings mit dem Roller. Generell habe ich gemerkt, dass hier viel lieber auch kurze Strecken mit dem Roller oder Auto gefahren werden, anstatt zu gehen.Vor und nach der Schule müssen wir sozusagen einchecken, also unsere Finger scannen. Danach findet täglich eine Zeremonie statt, bei der sich alle Schülerinnen auf dem Hof vor der Schule versammeln, die Landesflagge sowie die Schulflagge gehisst werden,…
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Mehr als nur Schule: Rainbow House of Hope Uganda
Kinder sind unsere Zukunft – das ist der Leitsatz des Rainbow House of Hope Uganda (RHU). Das neue RHU befindet sich etwas außerhalb von Kampala im etwa 25 km entfernten Maya. Der bisherige Standort in Nsambya, Kampala muss leider nach und nach aufgegeben werden. Da die Regierung in Zukunft ein „schönes“ Stadtzentrum will, in dem gewisse Slums nicht vorgesehen sind, werden Menschen rund um das bisherige RHU vertrieben. Das RHU wurde 1998 von den Sozialarbeitern Micheal Mwase und Geoffrey Tumusiime gegründet und ist ein Kinder- und Jugendzentrum für benachteiligte Kinder und junge Erwachsene. Ziel ist es, Fähigkeiten zu vermitteln, sich aus eigener Kraft eine bessere Zukunft aufzubauen und Talente zu…
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Zwei Schulen – zwei verschiedene Welten
Wir können es kaum glauben – die letzte Woche unseres Praktikums in Uganda ist vorbei: eine gute Möglichkeit, die letzten Wochen revue passieren zu lassen und euch ein bisschen von unseren Erlebnissen zu berichten… Das Besondere am Praktikum in Uganda ist die Kombination aus der Arbeit im Rainbow House of Hope und dem Schulpraktikum. Was uns ganz besonders gefiel, ist der Einblick in zwei komplett unterschiedliche Schulen. Zwei Tage die Woche verbrachten wir in der St. Peters School, einer staatlichen Primaryschool (1.-7. Klasse) mit Internatsangebot. Diese Schule zählt mit ca. 3700 Schüler/innen zu einer der größten in ganz Uganda. In einer Klasse werden zwischen 90 und 160 Kinder unterrichtet. Jeden…
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Besuch von ‚Cape Coast‘ – der Hochburg der Sklaverei
“The soul that is within me, no man can degrade.” (Narrative of the Life of Frederick Douglass am American slave) Eines der Sehenswürdigkeiten, die man in Ghana unbedingt gesehen haben muss, sind die Sklavenschlösser rund um „Cape Coast“, der Goldküste südöstlich des Landes. Mehr denn je kann man hier mehr über die Geschichte des Landes und die Menschen kennen lernen. Am Ende meines Praktikums konnte ich in einer kleinen Rundreise die zwei größten Sklavenschlösser Westafrikas „Cape Coast Castle“ und „Elmina Castle“ besichtigen, welche außerdem auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen und von unbeschreiblich historischem Wert sind. Im Laufe der Geschichte hatten die Anlagen unterschiedliche Verwendungszwecke für verschiedensten Handelsgeschäfte. Als die…