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Zwischen Birkenbäumen und Hochhäusern – Priwet aus Belarus!

Seit genau 10 Tagen befinde ich mich nun auf belarussischem Boden. Genauer gesagt in Sluzk – einer kleinen Stadt südlich von Minsk – die mit 60000 Einwohnern klein, aber fein ist. Herzlichst von meiner Gastmutter Olga und der betreuenden Lehrkraft Frau Grak nach der langen Reise empfangen, ging es sofort ans Essen. Gastfreundlichkeit ist hier das A und O. Dies habe ich innerhalb einer Woche stark zu spüren bekommen. Ausländer gibt es in Belarus selten, aber wenn diese mal da sind, wird sich um sie auch gekümmert.

Schon gleich am nächsten Tag ging es für mich in das Gymnasium Nr.2, in dem ich die kommenden zwei Monate unterrichten und hospitieren werde. Da am Sonntag der Weltfrauentag sein würde, waren sowohl die Schülerinnen und Schüler, als auch die Lehrkräfte selber, bester Stimmung, da dieser Tag hier ganz groß gefeiert wird. Die Lehrerinnen bekamen von ihren Schülern Blumen und Schokolade geschenkt.

Ich begann mich in allen Klassenstufen mit einer vorbereiteten Power Point Präsentation vorzustellen. Darin erzählte ich etwas über meine Heimatstadt, meine Unistadt und meine Hobbys. Die Kinder und Jugendlichen hörten interessiert zu und stellten danach tolle Fragen. Da an dieser Schule das Fach Deutsch von der 1. Klasse auf unterrichtet wird, ist das Sprachniveau der älteren Kinder recht hoch. Viele streben eine Karriere in Deutschland an und beschäftigen sich somit intentsiv mit der deutschen Sprache und Kultur.

Am Samstag bekam ich von drei 9. Klässlerinnen eine kleine Tour durch die Stadt, die mir die schönsten Plätze ihrer Stadt zeigten und dazu alles auf Deutsch erklärten. Neben einem kleinen Park, gibt es hier außerdem ein Kino, ein Theater, ein paar Kirchen und die sogenannten „Sluzker Gürtel“, die vor ein paar hundert Jahren in dieser Stadt produziert und in der damaligen Sowjetunion von den Menschen getragen worden sind.

In diesen zehn Tagen war ich sogar schon für zwei Tage in Minsk. Was man dort allerdings alles machen kann, könnt ihr im Beitrag von meinem Kollegen lesen, der im gleichen Zeitraum wie ich an einem Misnker Gymnasium unterrichtet.

Ich freue mich auf eine spannende Zeit und melde mich in ein paar Wochen wieder!