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Update aus Ruanda

So, wir melden uns auch mal wieder aus dem Herzen Afrikas. Seit dem letzten Blogpost haben wir uns nicht nur besser an die neuen Lebensumstände gewöhnt und uns kulinarisch durch die dortige Küche probiert, sondern auch den Westen des Landes erkundet.

Isombe, unser neues Lieblingsessen (aus Maniokblättern und -wurzel)

Natürlich waren wir weiterhin viel in den umliegenden Dörfern unterwegs und jedes mal das Highlight. Die Kinder springen zu den Nachbarn, um auch von dort die Kinder zusammenzutrommeln und von überall hört man „Mzungu“-Rufe (so werden hellhäutige Menschen in Kinyarwanda genannt). Im nu hat man zwischen 10 und 30 Kindern um sich und alle sind gespannt, was man dieses mal mit ihnen vorhat: von Bonbons über Seifenblasen, singen, Gummi hupfen, … jedes mal ist die Begeisterung riesig!

Dann stand unser kleiner Ausflug an: erster Stop – Volcanoes Nationalpark. Neben dem Gorilla Trekking, das leider unser Studentenbudget mehr als sprengt, kann man dort auch die Golden Monkeys besichtigen oder den Vulkan Bisoke besteigen. Wir haben uns für letzteres entschieden, da diese Tour angeblich (!!!) auch für unerfahrene Wanderer gut machbar ist. Früh morgens haben wir also unsere Tour nach einem kurzen Briefing und dem Wechsel von Turnschuhen auf Gummistiefel (in der Regenzeit mehr als notwendig) gestartet. Schon nach kürzester Zeit waren wir pitschnass und eigentlich schon kaputt als wir endlich den Eingang zu dem Nationalpark erreicht hatten haha Nach etwas mehr als 4 Stunden durch kleine Bäche und Matsch, wobei wir das ein oder andere mal im Schlamm stecken geblieben sind, haben wir tatsächlich den Gipfel erreicht – und nichts außer Nebel gesehen … Der Rückweg hat dann mehr einer Rutschpartie geglichen und das ein oder andere mal haben nicht nur die Füße den Boden berührt. Heilfroh waren wir als wir nach insgesamt 7 Stunden wieder gesund (und voller Matsch) unten angekommen sind. Wir haben aber alles mit Humor genommen und trotz des schlechten Wetters unseren Spaß dabei gehabt 🙂

Von Musanze aus sind wir weiter nach Kibuye gefahren, ein nettes Städtchen am Ufer des Kivu Sees. In der Mitte des großen Sees liegt auch die Grenze zum Kongo. In Kibuye haben wir uns erst mal ein wenig von den Strapazen erholt und bei schönstem Wetter eine Bootsfahrt zu verschiedenen kleinen Inseln gemacht, unter anderem Monkey Island und Napoleon Island.

Auf dem Rückweg nach Musha haben wir außerdem noch einen Ausflug in den Nyungwe Forest gemacht. Dort haben wir früh morgens an einem Schimpansen Trekking teilgenommen, das war wirklich ein einzigartiges Erlebnis! Nachmittags sind wir noch zum „Canopy Walk“ gewandert und haben die Hängebrücke, die insgesamt 160 m lang ist, überquert. Wir konnten einen wunderbaren Blick auf den Regenwald genießen. Zudem haben wir noch eine Teeplantage besucht, für die Ruanda weltweit bekannt ist.

Beste Grüße von Theresia & Sarah