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Hun Gujarati bolti nati!

Bevor die dritte Schulwoche und mit ihr unser erstes kleineres Projekt – English Conversation – starten sollte, konnten wir erneut einen Wochenendtrip machenimage. Mit Zug und Bus rollten wir eher gemaechlich in Richtung Mandvi, um in diesem kleinen Fischerstaedtchen fuer zwei Tage Meeresluft zu schnuppern. Mit zwei uralten Drahteseln unter unseren Fuessen erkundeten wir zwischen vielem Gewinke und witzigen Gespraechen mit anderen Verkehrsteilnehmern (in voller Fahrt) die Straende und Tempel der Kuestenregion.

Am Montag dann starteten wir motiviert in eine Woche, in der wir mit verschiedenen Ideen, Spielen und Sprechanlaessen mehr englische Woerter und Saetze aus den Schuelern herauskitzeln wollten. Da gerade die Abschlusspruefungen der zehnten Klassen an der Schule stattfanden, wurde der regulaere Unterricht kurzerhand auf den Nachmittag verlegt. Naja, wie wir relativ schnell festgestellt haben, war dieser deswegen dann gar nicht mehr so regulaer: Die Klassenraeume, in denen die Pruefungen stattfanden, durften waehrend der Pruefungsphase von den Schuelern nicht betreten werden. Das bedeutete wenige, meistens kleinere Raeume fuer zunaechst viele Kinder. Da aber teilweise mit mehreren Klassen in einem Zimmer kein richtiger Unterricht moeglich war und auch die Lehrkraefte die Ausnahmesituation eher ruhig anlaufen liessen, verringerte sich die Zahl der Schueler im Laufe der Woche, man koennte sagen, drastisch. 🙂image

So konnten wir unser Projekt zunaechst aufgrund zu vieler und am Ende der Woche dann zu weniger Kinder nicht wie geplant umsetzen. Aber unsere mittlerweile Indien erprobten Flexibilitaetskompetenzen haben uns natuerlich auch hier nicht im Stich gelassen. So veraenderten, recherchierten, planten und bastelten wir und wurden mit einigen Erfolgserlebnissen belohnt. Zum Beispiel ueberraschten uns drei Maedchen aus der achten Klasse mit einem witzigen Rollenspiel zum Thema Restaurantbesuch, das sie sogar einuebten und vor der Klasse vortrugen. Auch die Tabusessions mir rivalisierenden Teams (natuerlich Jungs gegen Maedchen) waren eine Schau und nicht nur fuer die Schueler gab es dabei eine Menge zu Lachen.

Sommerhitze, Strom- und Wasserausfaelle, all das belaecheln wir mittlerweile geradezu, sehen wir uns doch einem nicht mindergrossen Problem gegenueber: Der gemeine Lagerkoller haelt Einzug in unser beschauliches Heim und ergreift langsam abeimager sicher Besitz von uns. Also was tun?! Im Moment versuchen wir ihn mit kleinen Sportaktionen mithilfe von Youtube Videos („Upps,…das hat jetzt aber doch ganz schoen viele MBs geschluckt!!“), Wasserschlachten, Spaziergaengen ins Dorf (ja, bei ueber 30 Grad 20 Minuten fuer Sprudelwasser und Kekse zu laufen, ist ein echtes Highlight fuer uns) und potenziellen Verschoenerungsmassnahmen durch Malaktionen am Schulgebaeude zu bekaempfen! Also falls jemand noch Tipps hat, was man in einem kleinen in der indischen Wuestenprovinz gelegenen Dorf ohne fahrbaren Untersatz machen kann: immer her damit! 😉

 

Bis dahin,

Laura Miss & Sarah Miss

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