Leuchten. Weit streicht der strahlende Kegel des Leuchtturms durch die klare Nacht. Erhellend taucht er die feinsandige Bucht in einen kurzen blassen Schimmer. Drehend wendet er sich wieder ab und hinterlässt die ruhige Dunkelheit, in der lediglich durch den Schein des flackernden Lagerfeuers ein heller Raum entsteht, an dem Zeit und Ort ihre Bestimmung verlieren. Die weißen und schwarzen Sterne finden hier in der lodernden Wärme Zuflucht vor dem hektischen Reisealltag und die Gespräche verlaufen sich im kühlen Sand, der durch unsere Zehen rinnt. Einmal mehr leuchten unsere Augen beim Anblick des Essens, einmal mehr leuchten die grünen Flaschen in unseren Händen, einmal mehr genießen wir die Ruhe und das…
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Die Gefährten und das süße Leben
Der Morgen bricht herein wie die rauschenden Wellen, die ich im Horizont am regelmäßigem Rauschen und salzigem Schaum vernehmen mag. Gerade habe ich mein durchgelegenes Bett der Scorpions Hills Lodge in Busua verlassen und starre nun noch etwas geistesabwesend auf die bunten Schiffe, den weißen Sand und das offene Meer. Wort für Wort, Welle für Welle. In melancholisch-betäubendem Rhythmus spült es dieses Schwarz aufs Weiß. Ich warte bis sich die treuen Gefährten aus ihren Traumländern aufmachen um die Reise zu Daniel the Pancake-Man anzutreten um dort ein standesgemäßes Frühstück einzunehmen. Zeit um euch auf eine Reise durch längst vergangene Tage und Ausflüge mitzunehmen.
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Einmal Busch und wieder zurück…
[10.07] Tamale – Festung des Nordens Es kommt uns so vor, als hätten wir das alles schon einmal in einer der vielen anderen Städte Ghanas gesehen. Und doch sind es viele Kleinigkeiten, die Tamale, die Hauptstadt der Northern Region, doch etwas Individuelles und Eigenes verleihen. Die Kleidung ist arabisch und die Gesichtszüge der Menschen sind von anderen Kulturen beeinflusst, als im westlich geprägten Süden des Landes. Die Mehrheit der Bevölkerung sind hier Muslime, weshalb die Moscheen der Stadt die wohl prächtigsten und höchsten Bauten der Stadt sind. Auf den Straßen nimmt man Acht vor den vorbeiflitzenden TukTuks, aufgrund ihrer gelben Farbe hier Yello-Yello genannt, die von einigen ansässigen Indern importiert…
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Tierisch was los in Ghana…
Elefant, Ziege, Fledermaus und Co. Viele besorgte Fragen erreichten uns nach dem ich den letzten Blogeintrag hoch lud. Um euch zu beruhigen. Uns geht es gut! Wir haben nach kurzer Planung in Accra die Reise fortgesetzt und ich sitze nun im Mole Motel im gleichnamigen Mole Nationalpark zwischen Affen, Elefanten und noch vielen anderen Touristen. Doch wie wir dort hingekommen sind und was wir auf dem Weg dorthin erlebt haben, das erfahrt ihr in diesem Blogeintrag.
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Von weißen und schwarzen Sternen
Die weißen Sterne leuchten hell über meinem Haupt während ich nach langer Zeit mal wieder eine ruhige Minute finde um meine Gedanken, Taten und Erlebnisse der letzten Wochen nieder zu schreiben. Viele Monde und Sonnen sind vorüber gezogen, deren Wechselspiel tagtäglich zur selben Zeit den Tag zur Nacht und die brütende Hitze zur angenehm sommerlichen Kühle werden lassen. Und so kommt es, dass ebenso nah beieinander die Freud und das Leid liegen. Das Schöne und das nicht-so-Schöne. Erleben wir in der einen Woche wunderbare Erfahrungen und spannende Entdeckungen, so setzen wir uns auch mit organisatorischen Problemen des Praktikums auseinander, die uns letztendlich zum Abbruch des Praktikums führen. Doch der Reihe…
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Wir haben die Uhr, die Ghanaen die Zeit.
[30.05] „We have the watch, but they have the time. “ Es gibt auch Tage, da ist es drinnen heller als draußen. So ein Tag ist heute. Es ist bewölkt, teilweise regnet es und ich liege mit leichtem Fieber im Bett und schaue gespannt Game of Thrones. Bastian und Helena sind auf den Markt nach Kasseh gefahren um ein paar Besorgungen zu erledigen. Unter anderem um unsere ersten maßgeschneiderten Hemden abzuholen. Doch der Schneider wird aufgrund der unzähligen Stromausfälle mit der Arbeit noch nicht fertig sein.
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A normal day in school…
Es ist 5:30 Uhr und ich wache schweißgebadet auf. Der krähende Hahn übertönt den ausgefallenen Ventilator. Ich öffne meine Augen und es riecht schon wieder nach Ziege. Die Sonne geht auf, aber Lights Off. Schlaftrunken blicke ich auf meine Handy, die WhatsApp-Nachrichten von gestern Abend wurden immer noch nicht gesendet, dafür haben mich die Lebensgeister der Dorfbewohner schon erreicht. Ich vernehme mit müden Blicken und rausgefallenen Oropax noch träges Treiben und trächtiges Gackern. Am liebsten würde ich diesem Hahn und dem elendigen Putenviech eigenhändig die Hälse umdrehen, doch das werden in den folgenden Tagen die Hunde für mich erledigen. Ich schlurfe zur Dusche und genieße die Kühle des 25° warmen…
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Sega – Irgendwo im Nirgendwo
Mitten in der Nacht kommen wir in Sega an. Leider hatte Helenas Flug eine Stunde Verspätung. Mit der süßesten Ananas und leckersten Papaya warten wir gemeinsam mit Godwin, unserem Headmaster, bis Helena den Hitzeschwall der überdachten Ankunftshalle zu spüren bekommt. Zwei Stunden Fahrt später, müde und kaputt, fallen wir in unsere bequemen Betten. Gerade als ich die Augen schließen möchte, spüre ich eine seltsame Bewegung unter meinem rechten Fuß. Ich schrecke auf. „Was ist das?“, Langsam versuche ich mit den Verursacher der Bewegung ausfindig zu machen. Ein weißer Gecko verliert erst vor Schreck seinen Schwanz und dann seinen warmen Schlafplatz, als ich ihn aus meinem Bett befördere. Ich bin mir…
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Ankunft in Accra und Kokrobitey Beach
Da ich nicht weiß in welchen Abständen ich diesen Blog weiterführen kann schreib ich nun mal einfach drauf los… Der Abflug in München ist früh um 6:05 Uhr am 04.05.2017. Nach einem Zwischenstopp in Lissabon kommen wir um kurz vor 15 Uhr in Accra an. Es ist schwül und regnet leicht als wir am Kotoka Airport aus dem TAP-Flieger, A320, aus dem Flieger steigen. Während des Fluges schliefen wir die meiste Zeit und ließen uns nur zum Essen und Bier trinken wecken. Kurz vor Landung suchten wir im Reiseführer noch nach einem Hostel und waren voller Vorfreude auf die Zeit in Accra und Ghana. Die Zollkontrolle überstehen wir mit kleinen…
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Zauber unter der Sonne Ghanas…
Fast traumwandlerisch-magisch verflogen die letzten Monate, Wochen, Tage… Staatsexamen geschrieben. Studium vorbei. Auszug aus München. Umbruch. Aufbruch. Hals- und Beinbruch. Los geht’s. Das große Abenteuer. Lange habe ich darauf gewartet. Viele Male davon geträumt. GHANA. The Gold Coast! Drei Monate verbringe ich mit Basti und Helena an der Anmchara International School und werde dort viele neue Erfahrungen und Abenteuer erleben. Die Schule liegt ca. zwei Stunden von der Hauptstadt Accra entfernt, in der Nähe des Volta-Deltas. Für alle Geographie-Leghanesen hier ein Link.