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Die Wahrheit – oder unsere erste Woche in Ghana

Unsere Reise begann an einem sonnigen Montagmorgen am Münchner Flughafen (am 18.2. um genau zu sein…mit WLan in Ghana siehts allerdings eher schlecht aus, deshalb kommt unser Bericht ein bisschen verspätet). Erleichtert, dass es unsere insgesamt sechs Riesenkoffer trotz Übergewicht ins Flugzeug geschafft haben, konnte unserer Euphorie nichts mehr im Wege stehen. Erste Zweifel überkamen uns allerdings bereits bei unserem Zwischenstopp in Istanbul. In so einer schönen Stadt lässt es sich bestimmt auch gut aushalten… Aber nein – Sega ruft! Uns so landeten wir letztendlich doch acht Stunden später in der ghanaischen Hauptstadt Accra. Unser Gastgeber Godwin empfing uns genauso freundlich wie pünktlich. Nach einem kurzen Tetrisspiel mit unseren Koffern fuhr unser Auto dann letztendlich doch mit offenem Kofferraum los. Angekommen in unserem neuen zu Hause war es Gott sei Dank schon so spät, dass wir den ersten großen Schock gleich wegschliefen. Der nächste Morgen begann relaxed, mit einem leckeren Frühstück von unserer Köchin Rose. Relaxed blieben auch die nächsten Tage. In der Schule hatten wir zunächst eine Schonfrist und hospitierten in den verschiedenen Klassen. Die Nachmittage verbrachten wir damit, das Dorf zu erkunden, was sich recht schnell erledigt hatte. Nebenbei lernten wir die Kinder, Ziegen und Hühner kennen, die die brühend heiße Mittagshitze auf unserer Veranda genossen. Jeden Tag stellte sich aufs Neue die Frage: Wasser oder kein Wasser? Strom oder kein Strom? Besonders vergnüglich startete der Morgen, wenn weder das Eine noch das Andere geht. Doch das bedeutet auch, es kann nur besser werden! Wird es auch, nämlich mit den üppigen und leckeren Mahlzeiten, die wir hier zu uns nehmen, aber nicht immer genießen können, wenn wieder deutlich wird, in welchem Kontrast wir zu vielen Bewohnern des Dorfes stehen. Gegen Ende der Woche entschieden wir uns für eine Klasse, in der wir die nächsten Wochen gemeinsam mit der Lehrkraft der Klasse unterrichten dürfen. Um uns aber nicht zu überarbeiten, relaxten wir unser erstes Wochenende am Strand, 20 min von Sega. Denn das Motto „relax“ wird hier ganz ganz Groß geschrieben.

Es grüßen euch Anja, Klara und Anna

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