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Tiden flyr…

…oder auf Deutsch: Die Zeit fliegt. Heute war nämlich mein letzter Tag an der Kongshavn vgs und die zwei Monate Auslandspraktikum sind tatsächlich schon zu Ende. Ein Wochenende kann ich noch in Oslo verbringen und am Dienstag geht’s dann schon zurück nach München. Ein guter Zeitpunkt also, um auf meine Zeit in Norwegen zurückzublicken und ein wenig zu reflektieren.

Die zweite Hälfte meines Aufenthaltes gestaltete sich nicht weniger ereignisreich als die erste und ich durfte wieder zahlreiche Unterrichtsstunden besuchen. Meistens haben der jeweilige Lehrer und ich uns vor der Stunde schon besprochen und diese dann gemeinsam gehalten. Teilweise haben wir auch die Kurse geteilt und ich durfte dann alleine eine Hälfte der Klasse unterrichten. Zudem durfte ich bei mehreren mündlichen Prüfungen als Beisitzer teilnehmen und gemeinsam mit den Lehrkräften die Leistungen der Schüler:innen einschätzen.

Abseits des „klassischen“ Unterrichtsalltags konnte ich außerdem auch Exkursionen begleiten, zum Beispiel ins Munch Museum oder in einen Bunker aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Jeden Mittwoch habe ich darüber hinaus auch einen Deutschkurs für eine Gruppe von Schüler:innen, die im kommenden Schuljahr im Rahmen eines Austauschs nach Berlin reisen, gehalten. Da die Gruppe mit ca. 12 Lernenden recht klein war, bot sich für mich eine gute Möglichkeit, um verschiedene Unterrichtsmethoden auszuprobieren.

Auch für die unzähligen weiteren Erfahrungen (alle zu erwähnen, würde eindeutig den Rahmen sprengen), die ich während meiner Zeit an der Schule machen durfte, bin ich den Lehrkräften der Kongshavn vgs unglaublich dankbar. Während meiner Zeit habe ich mich als vollwertiges Mitglied des Kollegiums gefühlt, da mir alle Kolleg:innen großes Vertrauen entgegenbrachten und mich viele Aufgaben übernehmen ließen. So war es nicht verwunderlich, dass es heute sehr lange dauerte, bis ich mich von allen verabschiedet hatte.

Auch abseits des Schulalltags habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, Oslo und die Umgebung noch weiter zu erkunden. So habe ich den letzten Schnee noch ausgenutzt und war wieder einige Male beim Langlaufen.

Langlaufen am Linderudkollen im Norden Oslos

Außerdem bin ich mit Florian, dem anderen Auslandspraktikanten in Oslo, nach Drøbak, einem kleinen Küstenstädtchen am Oslofjord, gefahren. Dort wohnt anscheinend der norwegische Weihnachtsmann, seht selbst…

Das Julehus in Drøbak – hier landet die Post an den Weihnachtsmann

Und wie es sich in Norwegen gehört, war ich natürlich auch einmal bei einem Biathlon-Rennen am weltberühmten Holmenkollen. Gewonnen haben (natürlich) zwei Norweger.

Bestes Wetter und beste Stimmung beim Weltcup am Holmenkollen

Das Ende dieses Beitrags möchte ich noch nutzen, um mich bei allen zu bedanken, die die diese tollen zwei Monate für mich möglich gemacht haben, insbesondere dem BLLV als Organisator sowie der Schulleitung und allen Kolleg:innen an der Kongshavn vgs, die mir so viel gezeigt und ermöglicht haben, und außerdem auch bei meiner Gastfamilie, die mich hier zwei Monate lang beherbergt hat!

Jedem, der in Zukunft erwägt, ein Auslandspraktikum in Norwegen zu machen, kann ich nur dazu raten. Oslo ist eine wunderbare Stadt, die Menschen sind alle freundlich, unkompliziert und hilfsbereit und ganz allgemein ist es eine sehr interessante Erfahrung, mal einen Einblick in ein anderes Schulsystem zu erhalten.

Für mich heißt es jetzt erstmal Abschied nehmen aus Oslo. Ich bin mir aber sicher, dass ich irgendwann wiederkomme! In diesem Sinne: Ha det bra, Oslo!