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Kia Ora an der Bishop Edward Gaines Catholic School in Tokoroa

Wir, Steffi und Anita, verbringen hier unser vierwöchiges Praktikum in Mitten von 41 aufgeweckten und Erlebnis lustigen Kindern. Da unsere primary school nur eine sehr kleine Schule ist, werden hier Klassen eins bis vier und fünf bis acht zusammengefasst, was dann quasi in zwei Klassen a 20 Schülern resultiert. Steffi ist bei den größeren und Anita bei den kleineren Kids, wobei nicht nur in den Pausen, sondern auch zu gemeinsamen Sport- oder Religionsstunden die ganze Schule zusammenkommt.

Außerdem hatten wir die einzigartige Gelegenheit mit der BEGS-Familie in ein dreitägiges Camp aufzubrechen und so Eltern, Kollegen und vor allem die Kinder persönlich kennenzulernen. Neben Teambuilding Spielen, Kajakfahrten, gemeinsamen Schwimmen im Meer, einer Wanderung zur Glühwürmchen Höhle und vielem mehr, haben wir gemeinschaftlich gekocht, Zelte auf- und wieder abgebaut und die Abende verbracht.

Nachdem wir zwei so viel lernen und erleben durften, wollten wir etwas zurückgeben und haben so an unserem letzten Praktikumstag ein kleines Oktoberfest auf die Beine gestellt. Hierbei ging es darum die Schüler etwas bayerische Kultur erfahren zu lassen und dies sprichwörtlich mit allen Sinnen. Zum Start in den Tag versammelten sich alle 41 Kinder für eine Präsentation. Diese Präsentation stellte einen kalendarischen Lauf durch Jahreszeiten, Bräuche und Traditionen in Deutschland/Bayern dar und wurde durch zahlreiche Videos und Bilder unterstützt, sodass die kiwi kids sich ein Bild von unserem schönen Bayern machen konnten – die meisten haben schon zugesichert zum Karussell- oder Schlittenfahren in Deutschlands schönen Süden zu kommen 🙂 Nach diesem gemeinsamen Start in den Tag, konnten sich die kleinen Neubayern in verschiedene Gruppen einteilen, die jeweils ihren Beitrag für die Party am Nachmittag einstudierten oder vorbereiteten. Wir haben uns überlegt ’ok, was braucht man denn für eine gute Party?’ und haben uns so für die Gruppen Musik, Spiele, Tanz und Lebkuchenherzen-Backen entschieden. Ihr könnt mal raten, welche Aktivität am besten eingeschlagen hat…klar, Lebkuchenherzen backen 🙂 Wobei man vielmehr sagen müsste Lebkuchenherzen verzieren, da wir zwei am Vortag bereits 50 Lebkuchen bei 27 Grad Sommer-Sonnenschein-Wetter gebacken haben. Doch wer meint das wär alles gewesen, hier kommt das ultimative Bayernfeeling: Brezen mit am Kas! Gabs nämlich auch noch, natürlich ebenfalls homemade. Den Kiwis hats geschmeckt und unser Oktoberfest war ein wahrer Erfolg. Die Musikgruppe hat das Fliegerlied (das war übrigens unsere Schulhymne), Wer hat die Kokosnuss geklaut, das rote Pferd und SchniSchnaSchnappi in ihre Playlist aufgenommen. Die Tanzgruppe hat einen urigen Schuhplattler zum besten gegeben und die Spielgruppe hat mit Topfschlagen und Dosenwerfen etwas Kindergeburtstags-/Volksfestatmosphäre aufkommen lassen 🙂

Nachdem dann auch das letzte Kind einen Zuckerschock von Marshmallow- und Zuckerpaste beladenen Lebkuchen hatte, gab es noch eine Runde großen Abschiedsschmerz mit einigen Tränen auf beiden Seiten und trotz allem dem erfüllenden Gefühl viel geleistet und gelernt, aber vor allem eine Erfahrung fürs Leben gemacht zu haben.